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Milchschorf und Kopfgneis: ist doch Jacke wie Hose?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe fälschlicherweise oft synonym verwendet. Beides sind nicht bedrohliche, wenngleich auch für euer Kleines unangenehme Hautkrankheiten.

Vom Kopfgneis sind ca. 5% aller Säuglinge betroffen und er tritt meist ab der 2. Lebenswoche bis zum 6. Lebensmonat auf. Ursache ist eine hormonbedingte erhöhte Produktion der Talgdrüsen. Typischerweise findet man die weichen gelb-braunen Schuppen auf der Mitte des Vorderkopfes. Juckreiz ist wenn überhaupt nur gering ausgeprägt. Eine Notwendigkeit zur Behandlung besteht meist nicht. Wollt ihr die Schuppen dennoch entfernen solltet ihr diese in Rücksprache mit eurer Hebamme und/oder eurem Kinderarzt/Kinderärztin mit Oliven-oder Mandelöl einweichen und anschließend den Kopf vorsichtig mit einem sanften Shampoo waschen.

Im Gegensatz dazu tritt der Milchschorf ab dem 3. Lebensmonat auf und die Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt. Als frühe Form der Neurodermitis vermutet man eine erbliche Komponente. Neben der Kopfhaut sind häufig auch Stirn und Wangen, seltener auch Arme und Beine betroffen. Typisch ist eine schuppig-krustig veränderte und gerötete (Kopf)-Haut die oft zu quälendem Juckreiz führt. Die schmerzenden, aufgekratzten Hautpartien führen dazu, dass die Kinder allgemein unruhig sind und schlechter schlafen. Außerdem besteht die Gefahr einer Infektion durch die Besiedlung mit Keimen. Aber kein Grund zum verzweifeln: In der Regel verschwinden die Symptome bereits im Kleinkindalter. Als Eltern könnt ihr die Beschwerden positiv beeinflussen indem ihr auf weiche, temperaturausgleichende Kleidung aus natürlichen Materialien achtet. Darüber hinaus sollte man auf zu häufiges Baden verzichten um die Haut nicht noch zusätzlich auszutrocknen. Nach dem Baden gilt es die Haut mit einer fettreichen Creme zu schützen. Auch kühlende Umschläge und Lotionen können Abhilfe schaffen und sollten die Beschwerden nicht besser werden verschreibt euer Kinderarzt/Kinderärztin ggf. ein kortisonhaltiges Präparat oder ein Antihistaminikum zur kurzfristigen Anwendung.

Ich wünsche euch und euren Minis eine wunderschöne Adventszeit.

Eure Sharon

 PS. Wenn ihr mögt, schaut auch mal bei KinderHelden vorbei - wir bieten Trainings bei Kindernotfällen an.